
Als Lehre bezeichnet man eine Tätigkeit der Wissensweitergabe, der Methodik von Forschung an Studierende weitergibt und einen allgemeinen Überblick über den Forschungsstand eines bestimmten Gebietes vermittelt. Unter anderem kann das auch ein Verfassen von Schriften oder ein unmittelbarer menschlicher Kontakt zu studierenden Personen sein, der wiederum durch Lesungen, Praktiken oder Seminare Verwendung findet. Des Weiteren steht der Begriff der Lehre im ursprungsgeschichtlichen Kontext auch für das Vermitteln von berufsspezifischen Kenntnissen sowie Fähigkeiten um nach erfolgreicher Beendigung derselben Fuß im Berufsleben fassen zu können. Diese erzeugt wiederum eine Kapitalbildung.
Lehre in dem humanwissenschaftlichem Kontext
Als Lehre bezeichnet man auch die Erziehungsmethodik von Elternteilen die ihren Kindern Verhaltensmuster beziehungsweise Regeln vermitteln, als auch neue Unterweisungen am Arbeitsplatz durch Kollegen oder Lehrer in einer Schule. Auch Ermittlungsbeamte der Staatsorgane, Anwälte und Richter sind in der Lage zu lehren, diesbezüglich natürlich im Hintergrund der Rechtsprechung auf gesetzlicher Ebene. Allgemein wird in verschiedenen Situationen der Begriff Lehre anders erklärt, führt jedoch im Kontext jedes Mal auf denselben Nenner zurück. So wird diese Wissensvermittlungsmethode auch als pädagogische Psychologie benannt die unter anderem didaktische, methodische und auch pädagogische Vorgänge des Lernens beinhaltet. Diese wiederum werden folgend zu Lernmethoden weiter entwickelt.
Der Begriff der Lehre hinsichtlich des evolutionstheoretischen Kontexts
Bezüglich der Verhaltensentwicklung findet sich die bekannteste Definition des Begriffes LEHRE in den Worten von Caro Hauser, der es wie folgt beschreibt.
„Eine individuelle Person, genannt A, lehrt, wenn sein eigenes Verhalten einzig in der Gegenwart einer Person B, die den Beobachter darstellt, verändert und zwar unter Hilfe eines Aufwandes und ohne eigen bedacht einen Nutzen daraus zu ziehen. Das Verhalten der Person A reagiert folglich entweder mit Bestrafung oder Belohnung auf das Verhaltensmuster der Person B ein oder lässt ihn an seiner eignen Erfahrung wissen, oder dient lediglich als ein Beispiel. Durch diese Tatsache erlangt Person B Wissen beziehungsweise Fähigkeiten in einem jüngerem Alter, als allein in der Lage dazu wäre oder dem Wissen es aus eigener Kraft allein nicht erlernen zu können.“
So wird Lehren auch als kooperatives Verhalten verstanden, ebenso aber auch als Form elterlicher Liebe und Fürsorge. Diese Methode des Erlernens beschreibt eine Kommunikationsform in welcher derjenige, der die Information sendet, das Verhaltensschema des Empfängers beeinflusst. Die Verhaltensabstimmung ist ein weiteres Charakteristikum um von anderen Formen der sozialen Lernmethode zu unterscheiden.
Menschliches Lernen ist anders als in der Tierwelt, in der sich das kenntnisarme dem kenntnisreichen Mitglied zuwendet und dadurch maßgebliche Informationen erhält. Lehren ist also folglich dadurch gekennzeichnet, dass der Sender einer Information sowie der Empfänger jener sich nähern und in Interaktion zu koordinierten wechselseitigen Informationen gelangen. Beides geschieht in Wechselwirkungsweise der Interaktion.
Weiterführende Form einer Lehre
Als eine weiterführende Form der Lehre beschreibt man unter anderem auch die Indoktrinierung, welche eine widerspruchslose Belehrung darstellt und gezielt durch Manipulation menschlich gesteuerte Informationen durchzusetzen vermag. Dies geschieht oft mit ideologischem Hintergrund eventuelle Kritiken abzustellen. Insbesondere geht es bei dieser Form der Vermittlung primär um die Tatsache der Propaganda, in welcher der Informationsfluss einseitig verzerrt wird und in seiner Gesamtheit für den Empfänger nicht mehr differenzierbar zu erfassen ist. Bild.Dmitry Nikolaev – Fotolia
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