Natriumchlorid ist ein Mineralstoff, den meisten unter Kochsalz bekannt. Dabei taugt Kochsalz nicht als Synonym, da es zwar größtenteils aus Natriumchlorid besteht, allerdings oft weitere Stoffe beigemengt sind, wie beispielsweise Folsäure oder Jod. Der Mineralstoff Natriumchlorid kommt in der Natur in großen Mengen vor; das ganze Meerwasser besteht zu drei Prozent aus Natriumchlorid.
Aber auch in Salzbergwerken kommt es vor, was darin begründet liegt, dass im Laufe von Jahrtausenden Meere austrockneten und ihr Salzgehalt in den daraus entstandenen bzw. anliegenden Bergen konserviert wurde. Auch der Mensch besteht zu etwa einem Prozent aus Natriumchlorid. Täglich verliert er Salzmengen zwischen zwei bis 20 Gramm, weshalb eine permanente Zufuhr notwendig ist. Notwendig deshalb, weil Natriumchlorid für den Menschen einen essenziellen Mineralstoff darstellt. Das bedeutet, dass der menschliche Körper nicht in der Lage ist, Natriumchlorid selbst zu synthetisieren und deshalb auf die externe Zufuhr durch die Nahrung angewiesen ist.
Die schädliche Seite des Natriumchlorids
Allerdings ist nicht die Unterversorgung, sondern die Überversorgung ein Problem. Während der tägliche Natriumchloridverlust im Mittelwert bei sechs Gramm liegt, liegt die durchschnittliche Zufuhr beim Doppelten. Der menschliche Körper ist zwar in der Lage, seinen Natriumchloridhaushalt zu regulieren; zu hohe Mengen führen unweigerlich zu schweren Erkrankungen. Steigt der Natriumchloridgehalt über einen bestimmten Wert, reagiert der Körper mit Flüssigkeitsausstoß, um so den Natriumchloridüberschuss auszuscheiden. Hält sich der Natriumchloridwert dauerhaft über den Regelwert, sammelt sich im Körper zu viel Flüssigkeit, was die Niere als Ausscheidungsorgan überstrapaziert und damit schädigt.
Alternative zu Blutdruck-Medikamenten?
Noch bis vor Kurzem, wurde unter Medizinern die Frage kontrovers diskutiert, ob über zu viel Kochsalz aufgenommener Natriumchlorid Bluthochdruck bedingt und damit die Gefahr eines Herzinfarktes erhöht. Spätestens seit den Ergebnissen des Projektes Mars-500 aus dem Jahr 2010 ist es überwiegend unstreitig, dass zu viel Natriumchlorid im Körper das Blut verdickt und somit das Herz als Pumporgan überstrapaziert, was folglich zu erhöhten Blutdruckwerten führt. Daher rät der World Cancer Research, die tägliche Dosis Natriumchlorid auf sechs Gramm zu begrenzen. Da Speisesalz zu etwa 99 Prozent aus Natriumchlorid besteht, ist der Wert mit sechs Gramm Speisesalz gleichsetzen.
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