• Wissenschaft

    Geposted am Dezember 22nd, 2011

    Geschrieben von Wissenschaftler

    Tags

    Archäologie, was aus dem Griechischen kommt und übersetzt Altertumskunde bedeutet, ist eine relativ junge und dennoch alte Wissenschaft. Streng genommen umfasst sie das wissenschaftliche Erkennen und Verstehen menschlicher und der damit verbundenen, kulturellen Geschichte bis in die heutige Zeit. Obwohl eng damit verbunden, darf sie keinesfalls mit der Evolutionsforschung wie beispielsweise der Paläontologie, also dem Forschungsgebiet der Dinosaurier verwechselt werden. So ist nicht nur die Archäologie selbst äußerst spannend, auch die Entstehung und Entwicklung der Archäologie selbst ist hochinteressant, da sich im Lauf der Jahre viele Unterbereiche herausgebildet haben. Zusätzlich bedient sich die Archäologie dabei vieler anderer Wissenschaften.

    Von der Adams-Theorie hin zum Steinzeitmenschen

    Dabei gilt der Italiener Cyriacus, der von 1391 bis 1455 gelebt hat, als einer der ursprünglichen Mitbegründer der modernen Archäologie. Da Archäologie aber nicht nur Erforschen bedeutet, sondern auch das Aufstellen von Thesen und Theorien bedeutet, sind die ersten wichtigen Erkenntnisse der Archäologie aus dieser Zeit schon bald mit dem damals fest verankerten, biblischen Weltbild kollidiert, so dass erste Archäologen mit der Theorie von Steinzeitmenschen anstelle Adam und Eva als erste Menschen bald schon in Bedrängnis durch die allgegenwärtige Inquisition kamen. Erst viele Jahre später, mit dem Beginn der Renaissance, konnten sich diese veränderten Anschauungen langsam durchsetzen.

    Große Entdeckungen

    Dabei wird der zeitliche Rahmen der Archäologie seit 1819 nach dem Dreiperiodensystem erfasst, wonach epochale Eingrenzungen in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit erfolgen. Diesen folgen grob die Archäologien der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit. Weitere Unterteilungen finden nach geografischen, kulturellen, sowie thematischen Aspekten statt. Genannt seien hier als Beispiele für eine geografische Zuordnung die vorderasiatische, für kulturelle Zuordnung die ägyptische und für die thematische die biblische Archäologie. Besonders hervorzuheben ist dabei die bereits im 18. Jahrhundert wiederentdeckte Stadt Pompeij, 1839 beginnt Heinrich Schliemann (1822-1890) auf Ithaka nach Homers Troja zu suchen, was erst in den letzten Jahren endgültig bestätigt werden konnte. Nicht zu vergessen, die sibirischen Mammuts und das Mammutskelett, jedes besser erhalten, als das vorangehende.

    Weiterentwicklungen auf dem Gebiet

    Gerade, wenn man all diese Zahlen und die geschichtliche Entwicklung der Archäologie miteinander vergleicht, kommt man zu dem Schluss, dass erst seit gut 100 Jahren ein tatsächlicher Unterschied von echten Archäologen zu Grabräubern und Schatzsuchern besteht. Dadurch, dass die Archäologie aufgrund immens gefestigter, religiöser Hintergründe trotz regen Interesses erst so spät salonfähig wurde, steckt hier vieles noch in den Kinderschuhen. Längst nicht konnten alle Zusammenhänge und Fragen geklärt werden. Deshalb ist auch die gesicherte Erkenntnis, dass sich die Wiege der Menschheit tatsächlich auf dem schwarzen Kontinent befindet, noch sehr junges Wissen. Und sicherlich werden so noch viele weitere spannende und bedeutsame Fragen erst in den nächsten Jahren entschlüsselt werden können. Denn so erzählt dank neuer Technik der Tiroler Ötzi ebenso wie jedes Mammutskelett immer mehr Neues über sich und die Archäologie.

    Picture: brinker_m – Fotolia

    Ähnliche Berichte

    Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am Donnerstag, Dezember 22nd, 2011 am 13:08 und ist abgelegt unter Wissenschaft. Sie können die Kommentare abonnieren: RSS 2.0 Feed. Sie können Hinterlassen Sie eine Antwort, oder trackback from your own site.
  • 0 Kommentare

    Schauen Sie sich die Kommentare zu diesem Artikel an

  • Hinterlassen Sie eine Antwort

    Lassen Sie uns wissen, was Sie denken.

  • Name(erforderlich):

    E-Mail(erforderlich):

    Webseite:

    Nachricht: